Costochondritis, Tietze-Syndrom und abnorm bewegliche Rippen

Costochondritis

Costochondritis ist keine lebensbedrohliche Erkrankung, deren Ursachen aber weitestgehend unbekannt sind. Bei der Costochondritis kommt es zu Schmerzen an der Stelle, an der die Rippen auf das Brustbein treffen. Dazu muss man wissen, dass sich unsere Rippen beim Atmen heben und senken oder sich bei natürlichen Körperdrehungen mitbewegen. Wenn nun die hinteren Rippengelenke (bei denen die Rippen an der Wirbelsäule anliegen) wie festgefroren sind und sich nicht mehr bewegen können, müssen die empfindlicheren Gelenke, bei denen die Rippen an Ihrem Brustbein anliegen, übermäßig arbeiten, damit Sie überhaupt atmen bzw. sich bewegen können. Das ist der Grund, warum Sie diesen scharfen, stechenden Schmerzen verspüren und – während die Rippengelenke auf Ihrem Brustbein mit der Bewegung „nachgeben“ – hörbar klicken. Was Sie nun tun müssen, ist, die „festgefrorene“ Rippenmaschinerie rund um den Rücken wieder frei- und beweglich zu bekommen. Dann können sich die belastenden Rippengelenke am Brustbein wieder beruhigen.

Steve August, der Erfinder des Backpods®, litt selbst einmal an Costochondritis:
„Ich litt selbst sieben Jahre lang an Costochondritis, nachdem ich beim Klettern auf meinen Brustkorb gefallen war. Ich hatte diesen stechenden Schmerz im Brustbereich, Schwierigkeiten beim Atmen und vor allem Angst davor, einen Herzinfarkt zu erleiden. Nach Abschluss meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten in Neuseeland bekam ich die Erkrankung in den Griff und habe auch seit Jahrzehnten nicht mehr den geringsten stechenden Schmerz verspürt. Ich kann jegliche Sportart ausüben und bin vollständig geheilt.“

Wichtig – bei akuten Brustschmerzen sollten Sie immer einen Arzt kontaktieren!

Tietze-Syndrom und abnorm bewegliche Rippen

Das Tietze-Syndrom ist auch eine Costochondritis mit einer spürbaren Schwellung an den Rippengelenken am Brustbein. Es ist wie, wenn Ihr Knöchel anschwillt, nachdem Sie sich den Fuß umgeknickt haben (diese Schwellung ist KEINE Autoimmunreaktion. Im Vergleich von Patientengruppen mit und ohne Costochondritis haben Untersuchungen keinen Unterschied bei den Entzündungsmarkern im Blut ergeben). Die Behandlungsmethode ist deshalb dieselbe wie bei einer Costochondritis, bei der die blockierten Rippengelenke im Rückenbereich gelöst werden. Die Schwellung verhärtet sich oft zu einer lokalen Vernarbung. In diesem Fall müssen häufig zusätzliche Massagen und Dehnungen an den Brustmuskeln durchgeführt werden. Wenn Sie die verhärtete Schwellung zweimal täglich mit einem entzündungshemmenden Gel, wie Voltaren (Diclofenac), oder CBD-Öl, wie Penetrex, behandeln, wird sie auch langsam abklingen.

Die Erkrankung „Slipping Ribs“ (abnorm bewegliche Rippen) tritt wesentlich seltener auf als Costochondritis und Tietze-Syndrom, aber die Ursachen sind auch hier dieselben. Wenn sich die Gelenke, dort wo die Rippen an der Wirbelsäule aufgehängt sind, nicht bewegen können, MÜSSEN sich andere Bereiche des Brustkorbs mehr bewegen, damit Sie atmen können. Diese zusätzliche Bewegung kann z.B. an der Rippenseite auftreten, wo die Rippen an den Articulationes costochondrales von Knochen in Knorpel übergehen. Der Behandlungsansatz ist genauso logisch wie bei einer Costochondritis. Befreien Sie die blockierten Rippengelenke im Rückenbereich, die für das Problem verantwortlich sind.

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